Umgebungstemperatur im Rechenzentrum auf 27°C erhöhen und Energie einsparen – aber einen Crash von Netzwerkswitchen riskieren?

[Pressemitteilung Daxten] Seit 2008 empfiehlt die American Society of Heating, Refrigerating and Air‐Conditioning Engineers (ASHRAE) eine Erhöhung der Umgebungstemperatur in Rechenzentren bzw. der Zulufttemperatur zur Kühlung der aktiven Hardware auf ein Delta T zwischen 20 und 27 Grad Celsius, um Energie einsparen und eine höhere Flexibilität bei der Kühlung von Rechenzentren herstellen zu können. Jedes Grad Celsius mehr gegenüber der Ausgangstemperatur trägt zu einer Lastreduktion der Kühlanlagen um die drei Prozent und einer entsprechenden Energieeinsparung bei. Während sich diese Maßnahme im Bereich der effizienteren Kühlung von Servern in Racks bestens in der Praxis bewährt hat, trug und trägt die allgemeine Erhöhung der Zulufttemperatur zu einem vermehrten Ausfall bei Netzwerkswitchen und Routern bei.

Ausschlaggebend dafür ist, dass bei einer gemischten Rackbestückung aus Servern und Netzwerkequipment die Kühlluft im Allgemeinen an die Rackfront geführt wird, dort von den Servern angesaugt und an der Rackrückseite als heiße Luft abgegeben wird. Problematisch ist hier, dass die Lüfter von Netzwerkswitchen zumeist seitlich im Chassis platziert sind und demnach auch von der Seite her gekühlt werden müssen. Das heißt, deren optimale Kühlungsrichtung verläuft nicht im wortwörtlichen „Mainstream“ von vorne nach hinten wie bei den Servern. Daher erhalten Netzwerkswitche mit seitlichen Lüftern über die Frontkühlung nur eine unzureichende Versorgung mit gekühlter Luft, können so leicht überhitzen und drohen infolgedessen auszufallen. Um diesen Problemen Herr werden zu können, hat Daxten, eine Spezialistin zur Optimierung der Kühlung und Kühlluftführung im Rechenzentrum, die SwitchAirBox mit in ihr Portfolio aufgenommen.

Die SwitchAirBox ist ein Metall‐Chassis, das alle gängigen 1HE‐Netzwerkwitche mit seitlich platzierten Lüftern zur einfachen Integration in Racks aufnimmt. Die am Rack frontal einströmende Kühlluft wird über einen Kanal an der rechten oder linken Seite (je nach Ausrichtung der Netzwerkswitche) des Chassis zu den Netzwerkswitchen geführt und dann im 90 Grad‐Winkel umgelenkt, so dass diese ideal seitlich von den Lüftern angesaugt werden kann. Die warme Abluft wird von den Switchen in der Mitte des Chassis durch eine Aussparung an das Rack abgegeben und kann ungehindert in den Warmgang abgeführt werden. Auf diese Weise sind laut Daxten stets eine optimale Versorgung des Netzwerkequipments mit kalter Luft und damit ein wirkungsvoller Schutz gegen hitzebedingte Systemausfälle gegeben.

Einhausung und Rack-Verblendungen sind nicht mehr länger Hitzefallen für Netzwerkswitche

Über den Einsatz der SwitchAirBox wird auch erreicht, dass die Funktion und alle Vorteile einer Einhausung und eine dafür erforderliche Verblendung von unbelegten Höheneinheiten der Racks im Kaltgang in vollem Umfang erhalten bleiben. Was in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich gewesen ist, denn diese aus energetischer Sicht generell sehr empfehlenswerten Maßnahmen zur Erhöhung der Kühlungs- und Energieeffizienz in Serverräumen und Rechenzentren stellten bislang eine erhebliche Gefahr für den störungsfreien und vor Ausfällen geschützten Betrieb von Netzwerkswitchen dar: Gerade die Verblendung von Racks, die eine Rezirkulation der von den Servern abgegebenen heißen Luft in den Warmgang durch die Racks hindurch in den Kaltgang verhindern soll, schnürte in der Ära vor der SwitchAirBox den seitlich belüfteten Netzwerkswitchen fast jede Kaltluftversorgung über die Rackfront ab und bewirkte Wärmestaus durch die rückströmende heiße Abluft genau dort, wo die seitlichen Lüfter der Switche im Chassis platziert sind. Als Folge standen hitzebedingte Systemstörungen und Ausfälle der Geräte. Konventionell in den Griff bekommen konnten RZ- und Netzwerkprofis dieses Kühlungsdilemma nur durch kostspielige und aufwändig zu installierende Reihenkühlungssysteme.
Mit der SwitchAirBox steht hingegen heute zur Problemlösung ein überaus kostengünstiges, einfach zu integrierendes und rein mechanisches System für eine optimale Kühlluftversorgung von Netzwerkequipment zur Verfügung. Für Rackumgebungen mit erschwerter oder unzureichender passiver Kühlluftzuführung ist eine aktive 2HE‐Variante der SwitchAirBox mit einem Luftdurchsatz von 1,4 Kubikmetern pro Minute erhältlich.

2 Reaktionen zu “Umgebungstemperatur im Rechenzentrum auf 27°C erhöhen und Energie einsparen – aber einen Crash von Netzwerkswitchen riskieren?”

  1. Windows 7 Tipps & Tricks

    Naja Green IT hin oder her, aber nur um die Energiekosten zu senken nen Crash riskieren – nein danke… Ich denke man sollte eher an der Kühltechnik ansetzen.

    Klar ist der Weg über die Temperatur einfach und schnell erledigt und es gäbe noch weitere Vorteile:
    - Im Sommer brauche ich keine Jacke mehr, wenn ich den Serverraum betrete :)

    Aber das Risiko und die evtl. damit verbundenen Mehrkosten will ich nicht tragen.

    Gruß
    Tobi

  2. Windows 7 Tipps & Tricks

    Einige Firmen sind ja auch schon auf den grünen Pfad gekommen und bauen die ersten Rechenzentren nahe dem Polarkreis. Ich denke mal damit lässt sich einiges an Energie einsparen, dazu noch Server auf Basis einer ARM Struktur.

    Gruß ;)

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